VIREBO - DER BLOG


Wild- Honigbiene in einer Rosenblüte

 

Ich muss zugeben, wenn ich den Namen Ahorn höre, dann denke ich zuerst an die großen, spitzen Blätter vom Spitzahorn. Nein, zuerst fallen mir die lustigen Flügelfrüchte der Ahornbäume ein. Ich habe sie mir als Kind immer auf die Nase gesetzt und verzweifelt versucht, sie festzukleben. Irgendwer hatte mir erzählt, ich müsste den im unteren Bereich liegenden Samen teilen und dann könnte ich mir die Flügelfrucht auf die Nase kleben. Kleben habe ich damals wörtlich genommen. Aber sie klebten nicht! Die blöden Früchte vielen mir bei der kleinsten Kopfbewegung immer wieder von der Nase. Ich war schwer enttäuscht und habe das Projekt dann ziemlich bald aufgegeben. Zugegeben, ich habe es in regelmäßigen Abständen immer wieder versucht, auch als sogenannte erwachsene Person. Aber sie kleben immer noch nicht. Nun gut, soviel zu den Flügelfrüchten der Ahornbäume.

Im Rahmen eines Projektes dokumentierte und katalogisierte Virebo eine historische Eiersammlung aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. 509 intakte Natureier konnten der jeweils richtigen Vogelart zugeordnet werden. Dabei wurden 152 Vogelarten aus 43 Familien identifiziert.

Für die zeitgleich in Schwabach stattfindende jährliche Ausstellung des Vereins Vogelliebhaber in Schwabach e.V. wurde eine Auswahl aus der historischen Eiersammlung mit dem unten stehenden Informationstext zusammengestellt und auf dieser Ausstellung präsentiert.

 Eiersammlungen - Zierde oder doch mehr?Vogelausstellung 02 2014

Die größten Eiersammlungen wurden zwischen 1800 und 1930 erfasst. Dabei ging es den Sammlern damals sicher auch um den Ruhm, die größte und artenreichste Sammlung zu besitzen. Auch die Frage der Ästhetik spielte wohl eine Rolle. Gut verständlich, wenn man die fast unbegrenzt scheinende Vielfalt an Form, Farbe und Muster unter den Vogeleiern betrachtet.

Um 1930 geriet das Sammeln von Vogeleiern ein wenig aus der „Mode“. So dass der Großteil der heute existierenden Vogeleiersammlungen aus dem Zeitraum vor 1930 stammt. Heutige Vogeleierfreunde sind mit Notebook und Kamera unterwegs. Das Sammeln von Vogeleiern ist zum Schutz der Vögel streng reglementiert und nur mit Ausnahmegenehmigungen ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke erlaubt.

Immer wieder fallen mir Bäume auf, deren Stamm wie eine Schraube gedreht ist. Manchmal ist die Drehung stark und manchmal nur ganz schwach ausgebildet. Einige drehen nach links, andere drehen nach rechts. Wobei dieser Effekt nicht auf eine Baumart beschränkt ist. Eichen tun es, Kastanien tun es, wie mir scheint, besonders gern und auch die feinen Buchen tun es. Was steckt dahinter? Gibt es einen biologischen Sinn? Oder ist es eine Spielart der Natur?

Jetzt im Herbst verweilt mein Blick wieder häufiger bei den Erlen. Warum? Vielleicht hängt es mit dem Aussehen dieser Bäume zusammen. Immer etwas düster und irgendwie schwermütig. Da wundert es mich nicht, dass die Erlen den Menschen früher Angst machten. So gibt es wohl allerlei Sagen und Legenden um diesen Baum. Die Erlen wachsen an den unwirtlichsten Orten. Moore, Au- und Bruchwälder sind die düsteren Landschaften der Erlen. Hier sind auch Elementargeister, Feen und Hexen zuhause. Es wird erzählt, dass in der Erle die Erlenfrau lebt. Sie wird in Sagen Arie, Irle oder Else genannt. Die Erlenfrau ist ein Geist mit zwei Gesichtern, dem Gesicht des Lebens und dem des Todes.

„Du sag mal, Flemoopi was ist das eigentlich? Und gibt es das wirklich?“ Diese Frage wurde mir vor kurzem gestellt. Da muss ich aus Sicherheitsgründen zunächst die Frage korrigieren. Ja, ihr habt richtig gelesen, aus Sicherheitsgründen. Ich habe lange in Mittelfranken gelebt und ich bin viel in den mittelfränkischen Wäldern unterwegs gewesen. Daher weiß ich, dass Bäume und Sträucher manchmal Ohren haben. Und wer weiß! Was in mittelfränkischen Wäldern möglich ist, kann auch hier passieren.

Also formuliere ich die Frage zunächst einmal um. Flemoopi, wer ist das eigentlich? Und gibt es den Flemoopi wirklich?