VIREBO - DER BLOG


Wild- Honigbiene in einer Rosenblüte

 

Vergangene Woche kam meine Tochter nach Hause und auf meine Standardfrage:“Hausis?“ Antwortete sie: „ Nee, wir müssen nur eine Zelle bauen.“ „Wie eine Zelle bauen? Dreidimensional oder wie?“ lautete meine irritierte Rückfrage. „Nein, wir sollen sie nur bauen. Für die Chloroplasten können wir zum Beispiel Erbsen nehmen, meinte meine Lehrerin. Wir sollen nichts dazu kaufen.“ „Also doch dreidimensional. Wenn ihr die Zelle bauen sollt, dann ist es dreidimensional. Sonst hätte sie ja zeichnen gesagt.“ „Ach so, ja kann sein.“

Als Biologin lief in meinem Kopf sofort ein Programm ab. Welche Zellbestandteile mussten gezeigt werden, wie stellten wir die Vakuole dar, wie konnten wir das sich ständig in Bewegung befindliche Zellplasma realisieren usw. usf.

Haselnuss und Mandelkern

Heute fiel mir ein seltsamer Fruchtstand vor die Füße. Und als ich genauer hinschaute, sah ich sie unter jedem Baum liegen. In großen Mengen hatten sich diese futuristisch anmutenden Fruchtstände auf der Straße angesammelt. Die eigentliche Frucht sah aus wie eine etwas zu klein geratene und sehr kantige Haselnuss. Und diese lagen in Unmengen im Rinnstein. Oder hatte der Baum eine Krankheit?

 

Baumhaseldetail

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Meteorologisch ist es schon lange Herbst. Doch wir schauen optimistisch auf unseren Kalender. Dort fängt der Herbst erst am 23. September an. Wir haben kalendarisch gesehen also noch Sommer. Nun sind sie wieder zu sehen. Die feinen, filigranen Gebilde, die überall hängen wie dünne, graue Haare. Daher rührt wohl der Name Altweibersommer. Spinnennetze in den schönsten Varianten. Der morgendliche Tau macht sie sichtbar. Kühle und feuchte Morgen verraten uns, wo die Spinnen ihre Netze gebaut haben und wo sie auf ihre Opfer lauern.

Die Netze, die uns besonders ins Auge fallen, sind meist Netze der Radnetzspinnen. Sie hängen zwischen Grashalmen, an Brücken, versperren uns Wege und Türen.