VIREBO - DER BLOG


Wild- Honigbiene in einer Rosenblüte

 

Genau genommen hat meine Tochter eine ausgeprägte Spinnenphobie. Wenn so eine Phobie vererbt werden kann, dann hat sie diese kleine Schwäche von ihrem Vater geerbt. Mir sind Phobien vor Tieren fremd, wenn man von meinen Panikattacken absieht, die mich ergreifen, wenn eine Wespe oder eine Biene in meinen persönlichen Sicherheitsbereich eindringt.

Bisher musste ich jede Spinne, die auch nur ansatzweise in die Nähe meiner Tochter gelangen könnte, aus ihrem Blickfeld entfernen. Als liebende Mutter habe ich das natürlich auch getan. Auch wenn ich bei so manchem winzigen Exemplar etwas am Verstand meiner Tochter zweifelte. Aber Ängste haben nichts mit Verstand zu tun und so habe ich auch die Winzlinge eingefangen und an die frische Luft gesetzt.

Besonders dramatisch sind Situationen mit Springspinnen. „Mama!!!!!!!! Ist das eine Springspinne? Ich glaube das ist eine Springspinne!!!!!!! Mama mach sie weg. Bitte!!!!! Jetzt!!!!!!!“ Das ganze muss man sich mit einem hysterischen Tonfall vorstellen, gerade so, als ob meine Tochter um ihr Überleben kämpft.

Während einer dieser Spinneneinfangsituationen habe ich ihr unvorsichtigerweise eine Springspinne vorgestellt. „Wie Springspinne???? Kann die etwa springen???“

Ich werde wach. Meine Blase meldet, dass der Lavendeltee vom Vorabend angekommen ist. Ignorieren geht nicht mehr. Ich öffne die Augen und stelle fest, dass es schon beginnt hell zu werden. Also kann es nicht mehr so früh sein. Ein Blick auf die Uhr bestätigt, dass es bereits 6:35 ist. Der Wecker klingelt um 7:00. Ich stehe auf und gehe in Richtung Bad. Meine 5 ½-jährige Aussi-Hündin bleibt liegen. Ein Blick  bestätigt mir, dass mein fast 6 Monate alter Havanesen-Pflegehund uns bemerkt hat und fröhlich in seiner Schlafbox steht. Bereit für den Tag. Aber noch ist es nicht soweit. Ich gehe auf die Toilette und beschließe noch einmal kurz ins Bett zu gehen. Meine Hündin Indi wartet schon. Unser Morgenritual beginnt. Ich lege mich hin und sie springt zu mir ins Bett und wird ausgiebig gestreichelt und geschmust. Mein Pflegehund Lino wird ungeduldig und jammert.

6:45: Ich stehe endgültig auf. Ziehe die Vorhänge am Fenster zur Seite und öffne eines der Fenster zum Lüften. Alles was ich sehe, deutet auf einen herrlichen Spätsommertag hin. Dann befreie ich Lino. Er freut sich unbändig und Indi begrüßt ihn ebenfalls freundlich.

So lautet wohl so manches Mal die Antwort, wenn es darum geht einen Baum für den Garten auszuwählen. Laubbäume sind schön, aber sie haben einen großen Fehler. Sie verlieren im Herbst ihr Laub. Und das wird im Allgemeinen mit Dreck und Arbeit gleichgesetzt.

Da fragt man sich bei einem Frühjahrsspaziergang im Laubwald dann doch, wer eigentlich das ganze Laub dieser mächtigen Bäume jedes Jahr wegsaugt. Das müssen ja riesige mit Laubsaugern bzw. Laubbläsern bewaffnete Trupps sein, die jedes Jahr im Herbst in den Wäldern für Ordnung sorgen, und all den Dreck der geordneten Entsorgung zuführen. Oder?

Eigentlich passt dieser Beitrag ja nicht in meinen Blog. Hier soll es ja ausschließlich um schöne, nachdenkliche oder auch erstaunliche Begegnungen in und mit der Natur gehen. Aber nun muss ich doch etwas ganz anderes loswerden. Und so ein Blog ist ja genau genommen ein Tagebuch. Nur online halt.

Was hat Kunst mit der Natur zu tun? Da zitiere ich den deutschen Schriftsteller, Theologen und Pädagogen Johann Peter Hebel: „ In der ganzen Natur ist kein Lehrplatz, lauter Meisterstücke.“ Nehmen wir uns Zeit und gehen wir mit offenen Augen durch die Natur, dann sehen wir sie, die Kunstwerke der Natur. In jedem Baum, in jedem Schneckenhaus, ja selbst ein herabgefallenes Blatt ist ein Kunstwerk für sich.Ein Herz aus Blättern

In den 1960er Jahren entwickelte sich in Amerika eine Kunstrichtung, die als Protest gegen die damals vorherrschende künstliche Ästhetik und die auf finanziellen Gewinn und Ruhm ausgerichteten Kunstformen verstanden werden sollte, die Landart oder auch Land Art.